Sich etwas zu Herzen nehmen
Eine Reise zu unserem Herz: Von der Schulmedizin und der Psychologie hin zu innerer Wahrheit
Kennst du dieses leise Gefühl, dass etwas in deinem Leben nicht ganz stimmig ist – obwohl im Außen scheinbar alles passt? Dieses feine Ziehen in der Brust, diese innere Unruhe, die sich nicht logisch erklären lässt? Oft ist es das Herz, das sich bemerkbar macht. Nicht dramatisch, nicht laut, sondern still und beharrlich. Es lädt uns ein, innezuhalten und hinzuhören. Es lädt uns ein zu einer ehrlichen Begegnung mit uns selbst.
Seit jeher fasziniert die Menschheit das Herz. Es schlägt im Rhythmus unseres Lebens, reagiert auf Freude, Angst und Liebe – und gilt zugleich als kraftvolles Symbol für Mut, Wahrheit und Verbundenheit. Doch was bedeutet es, im Einklang mit dem Herzen zu leben? Um dieser Frage näherzukommen, lohnt sich ein Blick aus drei Perspektiven: der schulmedizinischen, der psychologischen und der ganzheitlichen Sichtweise.
Das Herz aus schulmedizinischer Sicht
In der Schulmedizin nimmt das Herz eine Sonderstellung ein. Es liegt in der mittleren Körperhöhle, zwischen dem „schnellen“ Zentralnervensystem im Kopf und dem „langsamen“ Verdauungssystem in der Bauchhöhle. Also in einer rhythmischen Mittelstellung. Es ist aber auch in unmittelbarer Nähe der Lunge, das ebenfalls ein rhythmisches Organ ist. Die Lunge versucht, der Herzaktion, mit jedem Atemzug in den Gleichklang mit der Atemfrequenz zu bringen. Über Variationen des eigenen Herz- Rhythmus lädt das Herz die anderen rhythmischen Systeme ein, also alle, mit Herz und Lunge mitzuschwingen, solange man lebt.
Alle unbewussten und bewussten Informationen von Nervenendigungen und Nervenzentren, Sinnesorganen, hormonellen Impulsen, Schmerz, Müdigkeit, Anspannung, Angst, Freude, Durst, Völlegefühl usw. verändern jegliche Aktivität des Herzens. Das beginnt schon im Mutterlieb und endet mit Eintritt des Todes.
Dieses muskuläre Hohlorgan, pumpt unermüdlich Blut durch unseren Körper – etwa 100.000 Mal am Tag. Dabei versorgt es jede einzelne Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen und transportiert Stoffwechselprodukte ab.
Das Herz arbeitet dabei in einem fein abgestimmten Zusammenspiel aus elektrischen Impulsen, Muskelkontraktionen und Gefäßreaktionen. Schon kleinste Störungen können Auswirkungen auf das gesamte System haben: Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder koronare Herzerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern unserer Zeit. Nicht selten führen diese Krankheiten zum Tod.
Viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen hängen stark mit unserem Lebensstil zusammen. Bewegungsmangel, chronischer Stress, unausgewogene Ernährung und dauerhafte Überforderung gelten als zentrale Risikofaktoren. Hier zeigt sich: Das Herz reagiert nicht nur auf körperliche Belastungen, sondern auch auf die Art und Weise, wie wir leben.
Die Herzratenvaribialität (HRV):
Ist der Mensch gesund reagiert das Herz unmittelbar auf Signale, egal ob diese im Außen erlebt werden oder sich im Inneren abspielen, wie Gedanken und Gefühle, auf Veränderungen (Variationen) mit der Herzschlagfolge. Von unserer inneren Uhr, unserer Atmung, unseren Emotionen und von äußeren Abläufen werden diese Veränderungen gesteuert. Dieses Phänomen nennt man die „Herzratenvaribialität“, kurz HRV.
Die HRV dient dazu, bestmöglich auf diese inneren und äußeren Reize zu reagieren und folgt physiologischen Gesetzmäßigkeiten.
Hast du gewusst, dass bei jeder menschlichen Aktivität die Herzfrequenz ansteigt und sich wieder verlangsamt? Sogar beim Einatmen und Ausatmen?
Bei Anstrengung und Stress steigt die Herzfrequenz und sinkt bei Ruhe oder im Schlaf wieder ab.
Lebensalter, Geschlecht, circadianer Rhythmus, Jahreszeit, Trainingszustand, Gesundheitszustand, Umgebungseinflüsse, Medikamente, Alkohol und vieles mehr sind sogenannte HRV-modifizierende Faktoren.
Die Steuerung der HRV geschieht durch eine Vielzahl ineinandergreifender Mechanismen, die in den Rhythmen von Langzeitmessungen der HRV entdeckbar geworden sind. Von grundlegender Bedeutung ist, dass die Aktivität des autonomen (=vegetativen Nervensystems), das alle unsere Körperfunktionen ohne willentliche Beeinflussbarkeit steuert, in der HRV exakt diagnostizierbar ist: das Aktivieren des Symphatikus (im Sinne der Anspannung, aber auch Leistung) und des Parasympathikus im Sinne der Erholung.
Das Herz aus psychologischer Sicht
Psychologisch betrachtet ist das Herz eng mit unseren Emotionen verbunden. Redewendungen wie „etwas bricht mir das Herz“, „mir rutscht das Herz in die Hose“ oder „ich habe mein Herz verloren“ spiegeln wider, wie tief dieses Organ in unserer emotionalen Erlebniswelt verankert ist.
Stress, Angst, unterdrückte Gefühle oder anhaltende innere Konflikte können sich messbar auf die Herzgesundheit auswirken und lassen sich sehr gut über die HRV darstellen. Die Psychokardiologie – ein interdisziplinäres Fachgebiet – beschäftigt sich genau mit diesen Zusammenhängen. Sie zeigt, dass emotionale Belastungen das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen können und umgekehrt Herzkrankheiten häufig psychische Symptome wie Depressionen oder Ängste nach sich ziehen.
Das Herz reagiert besonders sensibel auf Dauerstress. Wenn wir ständig gegen unsere eigenen Bedürfnisse leben, Warnsignale ignorieren oder uns selbst verlieren, bleibt das nicht folgenlos. Psychologisch gesehen fordert das Herz Aufmerksamkeit: Es „meldet“ sich, wenn etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Das Herz aus der Sicht der Psychosomatik:
Was sind die wesentlichen Ursachen von Herz-Kreislauferkrankungen? In den allermeisten Fällen sind es schleichende Entzündungen am Endothel der großen und kleinen Blutgefäße, die sich wie ein Schwelbrand über das System ausbreiten und dann zum Verschluss von kleinen Gefäßen führen können. Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck sind nur einige der Folgen.
Doch warum kommt es zu diesen Entzündungen der Gefäße? In erster Linie ist es die Ernährung, unsere ungesunde Lebensweise, zu wenig Bewegung (oder auch falsch verstandene Bewegung=Leistungsdruck). All das führt zu einer Adrenalindominanz, das heißt unser symphytisches System ist in einer Dauererregung und dies führt zu einer Erschöpfung unseres Parasympathischen Systems (=Vagusnerv). Wir befinden uns im Überlebensmodus, sozusagen ständig auf der Flucht oder ständig bereit zu kämpfen. Aber wovor flüchten wir? Mit wem müssen wir kämpfen? Gegen eingefahrene Glaubenssätze, alte Muster und Gedanken die uns einschränken.
So gerät unser System in einen Mangel und aus dem Gleichgewicht.
Hören wir auf unseren Körper, so finden wir sehr viele Hinweise und Botschaften, wie zum Beispiel „es zerreißt mit das Herz“ oder der Ausdruck „…wie ein Herz aus Stein“.
Interessenlosigkeit, Freudlosigkeit, Lieblosigkeit bis hin zu Depression sind die Folge. Unsere Sorgen und unsere Ängste oder auch plötzliche Schockerlebnisse lassen „das Blut in den Adern gefrieren“.
Kümmere dich um deine Herzensangelegenheiten
…damit es später nicht der Herzchirurg machen muss.
Genau das ist der Punkt. Unser Herz steht aus spiritueller Sicht für die allumfassende Liebe und ist der Sitz unserer Seele, der Gefühle und der Lebensfreude.
Das Blut steht für Lebenskraft. Warum also hören wir nicht auf den Hilferuf unseres Herzens? Es sehnt sich nach Versorgung und zwar nicht nur im Sinne von Sauerstoff. Es sehnt sich nach Versorgung mit Liebe, Freude, Zeit und Zuwendung.
Wann hat dir das letzte Mal „das Herz bis zum Hals geklopft“?
Als Boss und als Taktgeber will das Leben ausrichten und nach der Pfeife des Egos tanzen.
Das Leben ist möglicherweise aus dem Takt, aus der Balance geraten. Es ruft nach Aufmerksamkeit und Innehalten und will wieder seinen eigenen Rhythmus finden.
In dem wunderbaren Buch „Im Einklang mit dem Herzen“ von Remo Rittiner, wird uns gezeigt wie wir wieder eine „ehrlichen Begegnung mit uns selbst“ führen können.
Im Einklang mit dem Herzen – die Sicht von Remo Rittiner
Remo Rittiner versteht das Herz als Zentrum unserer inneren Wahrheit. In seinem Buch beschreibt er eindrücklich, wie viele Menschen den Kontakt zu diesem inneren Zentrum verlieren – durch Anpassung, Leistungsdruck und das ständige Funktionieren im Alltag. Das Herz wird dabei leise, fast überhört, während der Verstand die Führung übernimmt.
Im Einklang mit dem Herzen zu leben bedeutet für Remo Rittiner, wieder in eine bewusste Beziehung mit sich selbst zu treten. Es geht darum, die Sprache des Herzens neu zu lernen: Gefühle wahrzunehmen, Körpersignale ernst zu nehmen und der eigenen Intuition wieder zu vertrauen.
Remo Rittiner macht dabei deutlich, dass Herzensarbeit kein romantisches Ideal ist, sondern ein ehrlicher, manchmal auch unbequemer Prozess. Im Einklang mit dem Herzen zu sein heißt, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, alte Muster zu hinterfragen und den Mut zu entwickeln, dem eigenen inneren Wissen zu folgen – Schritt für Schritt.
Im Einklang mit dem Herzen zu leben bedeutet in diesem Verständnis, Entscheidungen nicht ausschließlich aus dem Verstand heraus zu treffen, sondern die innere Stimme ernst zu nehmen. Es geht darum, wahrzunehmen, was sich stimmig anfühlt – und den Mut zu haben, diesem Gefühl zu folgen.
Spannend wird es dort, wo sich die drei Perspektiven berühren. Die Schulmedizin zeigt, wie sensibel das Herz auf Stress reagiert. Die Psychologie erklärt, wie emotionale Konflikte und innere Überforderung diesen Stress verstärken. Und die ganzheitliche Sichtweise lädt dazu ein, die Ursachen tiefer zu betrachten: Lebe ich ein Leben, das meinem inneren Wesen entspricht?
Im Einklang mit dem Herzen zu sein heißt nicht, dass das Leben immer leicht ist. Es bedeutet vielmehr, ehrlich mit sich selbst zu sein, Grenzen zu spüren und Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse zu übernehmen. Oft sind es gerade die leisen Signale – ein Druck in der Brust, innere Unruhe oder Erschöpfung –, die darauf hinweisen, dass etwas nicht mehr stimmig ist.
Ein bewusster Umgang mit dem Herzen
Ein herzorientierter Lebensstil kann auf vielen Ebenen ansetzen:
- Körperlich, indem wir Bewegung, gesunde Ernährung und Erholungsphasen bewusst in unseren Alltag integrieren.
- Psychisch, indem wir Gefühle ernst nehmen, Stress reduzieren und uns Unterstützung holen, wenn Belastungen zu groß werden.
- Innerlich, indem wir lernen, auf unser Herz zu hören, Entscheidungen zu hinterfragen und uns erlauben, unseren eigenen Weg zu gehen.
Frage dich:
- Was bringt mich zum Brennen und zum Leuchten?
- Was bewegt mich?
- Was will aus mir heraus?
- Welche Herzensprojekte habe ich noch nicht in meinem Leben verwirklicht und warum?
- Höre ich auf mein Herz und nehme ich die Botschaften ernst?
Genau hier möchte ich auf eine wunderbare Möglichkeit hinweisen, wie du lernen kannst über Meditation dein Herz neu zu orientieren.
Die 5-Wochen Herzmeditations-Challenge
Warum eine Herzmeditations-Challenge?
Remo erklärt dies so: Das Leben hinterlässt Spuren und dadurch wird das Herz irgendwann eng und nicht weil etwas „falsch“ mit dir ist.
Durch die 5-Wochen Herzmeditations-Challenge kannst du vom verschlossenen Herz wieder zurück in die „Kraft des befreiten Herzens“ kommen.
Es ist keine Theorie. Es ist eine tägliche Praxisreise:
- morgens ca. 20 Minuten
- abends ca. 10 Minuten
- plus kleine Tagesimpulse zur Integration
- Woche für Woche gehst du durch fünf Herzenszustände: Vom verschlossenen Herz über Stress und Harmonie hin zu Glück und innerer Freiheit.
Probiere es aus!
Hier gelangt du zur 5-Wochen-Herzmeditations-Challenge von Remo Rittiner
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Quelle: Im Einklang mit dem Herzen, Remo Rittiner, Internet